Adventskalender – Was zum Spielen! Und Schokolade! – 7 Herausforderungen an Supermom.

Ein Adventskalender soll her. Klar. Die letzten beiden Jahre hatten wir einen von Playmobil. Mit 3,5 Jahren so eine Winterlandschaft mit vielen Waldtieren und so und mit 4,5 Jahren solche Asiaritter. Und dazu gab es noch einen selbstgefüllten Kalender mit einer kleinen Süßigkeit drin. Gekaufte sind nicht so einfach, denn zum einen ist mein Kind wie ich und würde nicht 24 Tage lang Gummibärchen oder die gleiche Schoki haben wollen und zum anderen ist es nicht so einfach eine milchfreie Schokolade zu bekommen als Adventskalender. Das wird von Jahr zu Jahr leichter und dieses Mal hätten wir sogar Auswahl gehabt und irgendwie war es das nicht.

Nun habe ich ja gewisse Vorstellungen und dass wir milchfrei leben (Veganer können mitfühlen) macht die Sache nicht gerade einfacher. Die Herausforderungen waren also:

1. Budget: Es ist ein Adventskalender. Und soll daher nicht den Wert eines Weihnachtsgeschenks haben.

2. Einheit: Ich will keine zwei Kalender mehr (und okay, wir haben jetzt noch einen kleinen Bildkalender, so wie früher, Ihr wisst schon, mit Türchen zum Öffnen und dahinter ist einfach nur ein Papierbild, 1,25 Euro bei dm.) Es soll also was sein, was ich selbst befüllen kann.

3. Fachgröße: Gekaufte Kalender zum Befüllen haben oft sehr kleine Fächer. Und weil die Zartbitternikoläuse am Stil beliebt sind, passen die in kaum einen rein. Hinzu kommt natürlich erneut Punkt 1.

4. Das Kind sollte nicht reinschauen können, bevor der entsprechende Tag kommt. Schließlich ist es das Kind seiner Mama und die hätte das auch getan, sofern möglich. Einfache Beute(l) oder Flächen mit aufgesetzten Taschen kommen also nicht in Frage.

5. Befestigung: Aufhängen? Wir haben Altbauwände und Nägel reißen die halbe Wand ein, sofern Gewicht dran hängt. Geht also nicht gut. Lieber was zum Stellen.

6. Inhalt: Wie gesagt, Standardsüßigkeiten gehen selten (dieses Jahr lag Norma ganz vorn mit den minikleinen Weihnachtsmotivtäfelchen), ich darf also hier am Kreativsten sein.

7. Kinderwunsch beachten: Das Kind will natürlich am liebsten einen Ninja Turtle Kalender. Gut, dass es das erst gar nicht gibt.

Adventskalender inhalt, vegan

Der Grundstein für die Lösung in diesem Jahr waren so eine Art Butterbrottüten, die ich im Nachweihnachtssale bei IKEA gekauft hatte. 12 Stück pro Packung und die waren irre reduziert. Um gefühlte 99% oder so (jedenfalls in meiner Erinnerung und ohne Witz, es war unter ein Euro pro Päckchen, ganz sicher). Also zwei Packungen mit und fast ein Jahr später auch noch dran gedacht. Und gefunden. (Juhu! Das war die größte Herausforderung, ganz ehrlich.)

Cool ist, dass die einen „Boden“ haben, sie bleiben also aufgefaltet. Die Anforderung, das Budget klein zu halten, ist für den Kalender selbst damit also erfüllt. Grundsätzlich. Hinzu kamen jetzt noch (hach, dm eben, da findet sich einfach immer was) kleine mit Klebepunkt versehene Kärtchen. Im 24er-Pack, was ein Zufall. 2 Euro, also hab ich die mit. Und jedes mit einem Kompliment oder einer Botschaft an mein Kind versehen. Toller Bub eben. Tollster Bub der Welt. Logisch. So wie jedes Kind seiner Mama. Jetzt gibt es also auch noch einen mentalen Happinessbestandteil im Kalender. Yeah.

Zu den Süßigkeiten: Haribo extra saure Schnüre gab es vor einigen Wochen mal bei Aldi. Und ich hatte die gekauft, versteckt und vergessen. Gestern gefunden und damit sofort der dezemberlichen Verwendung zugeführt. Dann noch Schokolade: Die beste Erfindung, seit es weiße Schokolade gibt: Vivani weiße Nougat-Crisp Riegel Der Hammer! Ein paar Stückchen noch von der Vivani Reismilchschoki und dann habe ich heute zum ersten Mal noch Rapunzel Nirwana Vegan gekauft. Eine Offenbarung. So kleine Zippertütchen haben wir eh immer daheim. Bisher wußte ich zwar nicht wozu, aber jetzt waren die ideal dafür, die Schokoladenteile einzupacken.

Kleine Spielsachen habe ich nicht extra gekauft, sondern aus dem Fundus (den das Kind noch nicht kennt) was genommen. Kullgeraugen, Perlen, Buchstabenperlen, ein Aktengummi (er liebt es Kisten mit Gummis zu verschließen), Stempel, Glitter, etc..  Dinge eben, die wir auch so unterm Jahr anschaffen und zum Basteln verwenden und die damit eh gekauft würden.

Die Sache mit den Ninja Turtles: Die sind ausgerechnet jetzt seit vielleicht 2 Wochen brandaktuell, werden gemalt und jeder Fitzel in irgendwelchen Heftchen ausgeschnitten. Begonnen hat das mit einem ebensolchen Ausschnitt, der in einem geliehenen Buch der Bücherei lag. (Hätte ich den ins Fundbüro geben sollen? Himmel, wenn ich dran denke, mein Kind würde sowas in einem Buch vergessen und das versehentlich zurück zur Bücherei bringen, nicht auszudenken! Falls Du das liest und Dein Kind seinen Papierschnipsel vermisst: Wir haben ihn noch.)

Es gibt jedenfalls nichts Anständiges Turtleiges, was auch noch erschwinglich ist. Dann habe ich ein Spiel gefunden für 5 Euro und ein paar Bestandteile auf zwei Tage verteilt. In den ersten Tagen gleich, sonst liegt er mir womöglich noch in den Ohren, wann endlich was von Ninja Turtles kommt, das hatte ich leichtsinnigerweise gleich versprochen. Also dass ich IRGENDWAS reinpacke. Ich dachte ja, das wäre einfach. Paar Aufkleber oder so, aber weit gefehlt. Nunja, ich freue mich schon drauf, demnächst um Pizzastücke zu würfeln.

Hab ich was vergessen? Ach ja, Karussellfahrchips. Das ist sinnig, denn die gäbe es ja sowieso und als wir gestern beim Weihnachtsmarkt waren durfte er eben einmal fahren und hat gar nicht mitbekommen, dass ich 4 Fahrten gekauft habe. 😉

5 Tütchen sind noch nicht vollständig bestückt. Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass in den nächsten drei Wochen noch die ein oder andere Kleinigkeit irgendwo auftaucht und die verwerte ich dann einfach so.

Ich fühle mich wie Supermom jetzt. Und freue mich morgen auf die leuchtenden Augen und die Vorfreude bis zum ersten Tür(/t)chen am Montag!

Adventskalender selbst gefüllt

Und Ihr? Was für Kalender habt Ihr? Gekauft? Selbst gefüllt?

Bis bald!

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